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Naturschutzgebiete

Naturschutzgebiete bilden wertvolle Rückzugsgebiete für seltene Tier- und Pflanzenarten und sind Erholungsraum für uns Menschen. Der langfristige Erhalt dieser Gebiete braucht regelmässigen Unterhalt. Für 21 Moore, 65 Amphienlaichgebiete und 12 Trockenwiesen von nationaler Bedeutung ist die Fachstelle für Natur und Landschaft zuständig - ebenso für Naturschutzgebiete in Staatsbesitz. Aus nationaler Sicht hat der Thurgau vor allem für den Erhalt der stark gefährdeten Amphibien eine hohe Bedeutung. Deshalb liegen überdurchschnittlich viele Amphibiengebiete von nationaler Bedeutung im Thurgau.

Beispiele von Thurgauer Naturschutzgebieten

Hudelmoos

Das Hudelmoos ist eines der ältesten Naturschutzgebiete im Kanton und seit 1979 unter Schutz. Es ist Hochmoor, Flachmoor und Amphibienlaichgebiet von nationaler Bedeutung. Bis circa 1950 wurde im Hudelmoos - insbesondere zu Krisenzeiten - Torf abgebaut und zum Heizen der Wohnhäuser verwendet. Die Torfschicht war vor dem Abbau sechs Meter dick, heute beträgt sich noch maximal 1,5 Meter. In vielen Teilen des Gebiets wurde gar bis auf den wasserstauenden Untergrund abgebaut. Um das, was vom Hudelmoos noch übriggeblieben ist, zu erhalten, setzt der Kanton Thurgau seine langjährigen Aufwertungsmassnahmen fort: So wird der Wasserstand angehoben, um eine weitere Verlandung und Austrockung zu verhindern. Ausserdem werden periodisch herangewachsene Büsche entfernt und Fichtenbestände durch Föhren-Birken-Bruchwälder ersetzt. Wichtige Partner beim Unterhalt und der Regeneration des Hudelmoos sind die lokalen Mooskooperationen und Pro Natura.

Zwei Flyer informieren über den Torfabbau im Hudelmoos [pdf, 375.90 KB] und zum Hudelmoos im Wandel der Zeit [pdf, 1.20 MB]. Sie können nebst in elektronischer Form auch als Druckpublikation kostenlos bezogen werden: 058 345 62 50 oder sekretariat.areNULL@tg.ch