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Biodiversitätsmonitoring

Biodiversität umfasst die Lebensräume, Arten und Gene. Sie ist zentrale Lebensgrundlage für uns Menschen. Der Schutz der Biodiversität ist ein zentrales Ziel unserer Gesellschaft und in der Bundesverfassung verankert. Um den Schwund der Biodiversität aufzuhalten, sind bedeutende Anstrengungen nötig: Fast die Hälfte aller Lebensräume der Schweiz sind bedroht. Und mit den Lebensräumen verschwinden auch die dort typischen Arten. Auch der Thurgau bleibt davon nicht verschont. Lebensraumspezialisten sind stark unter Druck, während häufige Arten noch häufiger werden. Ursache hierfür ist primär die intensive Landnutzung.

Seit 2009 überwacht der Kanton Thurgau in seinem Biodiversitätsmonitoring die Entwicklung von Pflanzen, Brutvögeln und Tagfaltern in der Landschaft. Diese drei Artengruppen liefern wertvolle Hinweise für die Veränderungen in unserer Umgebung. Die Resultate der Aufzeichnung stimmen verhalten optimistisch: So konnte auf den 72 Untersuchungsflächen des Monitorings bisher kein weiterer Rückgang der durchschnittlichen Artenzahl an Pflanzen festgestellt werden. Bei den Brutvögeln und Tagfaltern deutet sich gar eine leichte Erhöhung der Artenzahl zwischen den Jahren 2009-2012 und 2013-2017 an. Ob es sich dabei um einen anhaltenden Trend handelt, müssen die kommenden Jahre zeigen.

Besser geht es vor allem relativ häufigen und mittelhäufigen Arten wie der Wittwenblume oder der Flockenblume. Zudem werden Arten häufiger, welche auf nährstoffreichen Böden wachsen. Zu den Verlierern gehören dagegen die Arten von Magerwiesen - und unvermindert unter Druck sind auch Lebensraumspezialisten der roten Liste.

Weiterführende Informationen

Kontakt: Matthias Künzler, 058 345 62 59, matthias.kuenzlerNULL@tg.ch