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Ortsplanung

Die Gemeinden planen ihre räumliche Entwicklung

Die Ortsplanung beinhaltet die Instrumente zur Steuerung der räumlichen Entwicklung auf Ebene der Gemeinden. Sie liegt in der Kompetenz der politischen Gemeinden und umfasst den grundeigentümerverbindlichen Rahmennutzungsplan (Zonenplan, Baureglement) und Sondernutzungsplan (Gestaltungs-, Baulinienplan) sowie den behördenverbindlichen Richtplan. Darüber hinaus gewinnen im Rahmen der baulichen Entwicklung im Siedlungsbestand neue, informelle Planungen vermehrt an Bedeutung. Die Erneuerung und längerfristige Stärkung der Siedlungen verlangt eine vertiefte Auseinandersetzung mit der bestehenden Struktur, ortsspezifischen Qualitäten und eine daraus abgeleitete Weiterentwicklung der Freiräume und Siedlungsstruktur. Mit entsprechenden räumlichen Entwicklungsstrategien, städtebaulichen Konzepten, Masterplänen oder Leitbildern können Ideen formuliert und Zukunftsbilder skizziert und damit strategische Grundlagen für die nachgelagerten Planungsprozesse geschaffen werden. Der Kanton unterstützt die Gemeinden bei der Siedlungsentwicklung nach innen mit den unten aufgeführten Leitfäden, aber auch finanziell. Beiträge können für kommunale Planungen beantragt werden, die sich aussehralb der Planungsinstrumente gemäss Planungs- und Baugesetz mit strategischen Fragen der räumlichen Entwicklung auf kommunaler oder regionaler Ebene (innerhalb Kanton Thurgau) befassen.
Weitere Informationen: Merkblatt über kantonale Beiträge an die Kosten von informellen Planungen der Gemeinden [pdf, 15 KB]

Der Kanton prüft die kommunale Planung

Die kommunalen Planungsinstrumente bedürfen einer Genehmigung des kantonalen Departements für Bau und Umwelt (vgl. § 5 Abs. 2 PBG; RB 700). Die Abteilung Ortsplanung ist die kantonale Fachstelle für die Beurteilung der planerischen Erlasse der politischen Gemeinden. Die Abteilung überprüft die kommunalen Planungsinstrumente im Rahmen eines Vorprüfungs- oder Genehmigungsgesuchs auf Einhaltung des übergeordneten Rechts und der übergeordneten Pläne (vgl. § 5 Abs. 3 PBG). Die Gemeinden sind jeweils einem Kreisplaner aus der Abteilung zugeordnet. Die gebietszuständigen Kreisplaner können dem unten stehenden Dokument entnommen werden.

Gemeindezuteilung Abteilung Ortsplanung [pdf, 1.45 MB]

Weitere Informationen und Stichworte zur Ortsplanung

Zonenplan- und Richtplanänderungstabelle

Im Hinblick auf zukünftige Ortsplanungsrevisionen hat das ARE TG in Zusammenarbeit mit zwei Thurgauer Planungsbüros eine Zonenplan- und Richtplanänderungstabelle entwickelt (inkl. Erläuterungen). Mit der Tabelle soll die Kommunikation zwischen den Gemeinden und dem ARE TG bei Ortsplanungsgeschäften verbessert werden. Die Vereinheitlichung bei der Berichterstattung und Datenlieferung soll auch zu einem Zeitgewinn im Prüfverfahren führen.

Zonenplan- und Richtplanänderungstabelle [xlsx, 37.78 KB]

Erläuterungen zur Zonenplanänderungstabelle [pdf, 82.19 KB]

Erläuterungen zur Richtplanänderungstabelle [pdf, 74.98 KB]

Mehrwertabgabe

Die Mehrwertabgabe soll gemäss § 63 des Planungs- und Baugesetzes (PBG; RB 700) die Vorteile ausgleichen, die durch eine neue Zuweisung von Boden zu Bauzonen oder von öffentlichen Zonen zu übrigen Bauzonen entstehen.  > mehr zum Thema

Raumplus

Raum+ ist ein Instrumentenset zur Erhebung der Siedlungsflächenreserven. Die Methodik wurde von der Professur für Raumentwicklung der ETH Zürich entwickelt und wird mittlerweile in verschiedenen Kantonen angewandt. Die erhobenen Daten verschaffen eine sachliche Grundlage für ein Siedlungsflächenmanagement. > mehr zum Thema

Innenentwicklung

"Siedlungsentwicklung nach innen" ist zum zentralen Gebot der schweizerischen Raumplanung geworden. Ein haushälterischer Umgang mit dem Boden ist gerade im Kanton Thurgau mit seinen identitätsstiftenden landschaftlichen Qualitäten von hoher Bedeutung. > mehr zum Thema

Beanspruchung von Fruchtfolgeflächen

Das auf den 1. Mai 2014 in Kraft gesetzte revidierte Bundesgesetz über die Raumplanung (RPG; SR 700) misst den Fruchtfolgeflächen (FFF) einen hohen Stellenwert bei. So wurde Art. 30 der Raumplanungsverordnung (RPV; SR 700.1) um den Absatz 1bis mit Vorgaben zur Einzonung von FFF ergänzt. Die bundesgerichtliche Rechtsprechung knüpft  die Inanspruchnahme von FFF für Vorhaben jeglicher Art an strenge Voraussetzungen, die eine umfassende Interessenabwägung verlangen. Dies führt dazu, dass bei allen Planungs- und Bauvorhaben abzuklären ist, ob und in welchem Ausmass FFF beansprucht werden und ob mögliche, FFF-sparendere Alternativen in Frage kommen. Auskunft über die Lage von FFF gibt das im ThurGIS aufgeschaltete FFF-Inventar > ThurGIS Viewer
Weitere Informationen:

Geoportal ThurGIS

Das Geodatenportal ThurGIS bietet diverse Grundlagen für die Planung. > ThurGIS Viewer

Naturgefahren

Die Berücksichtigung von Naturgefahren in der Planung hilft bestehende Risiken zu minimieren und neue Risiken zu vermeiden.

Umsetzung Naturgefahren - Gefahrenzonen ausscheiden.pdf [pdf, 1.2 MB]

Umsetzung Naturgefahren.pdf [pdf, 731 KB]

Bei Neubauten sowie bewilligungspflichtigen Nutzungsänderungen, Um- und Anbauten in Gefahrenzonen wird bei der Baugesuchseingabe ein Nachweis des Objektschutzes verlangt. Die nachfolgenden Formulare sollen die Vollständigkeit des Objektschutzes gewährleisten.

Leitfaden Objektschutz [pdf, 1.7 MB]

Objektschutznachweis Formular A.doc [doc, 106 KB]

Objektschutznachweis Formular A.pdf [pdf, 121 KB]

Objektschutznachweis, Formular B, Hangmuren.doc [doc, 117 KB]

Objetschutznachweis, Formular B, Hangmuren.pdf [pdf, 200 KB]

Objektschutznachweis, Formular B, Hochwasser.doc [doc, 167 KB]

Objektschutznachweis, Formular B, Hochwasser.pdf [pdf, 228 KB]

Objektschutznachweis, Formular B, Rutschungen.doc [doc, 135 KB]

Objektschutznachweis, Formular B, Rutschungen.pdf [pdf, 157 KB]

Arbeitszonenmanagement

Das Bundesgesetz über die Raumplanung (RPG; SR 700) fordert einen haushälterischen Umgang mit dem Boden sowie eine konsequente und qualitätsvolle Siedlungsentwicklung nach innen. Das Gesetz betrifft nebst den Wohn-, Misch- und Zentrumszonen auch die Arbeitszonen. In diesem Zusammenhang nennt die Raumplanungsverordnung (RPV; SR 700.1) die Einführung einer Arbeitszonenbewirtschaftung als Voraussetzung für die Ausscheidung neuer Arbeitszonen (Art. 30a Abs. 2 RPV). Das Ziel der Arbeitszonenbewirtschaftung ist aus Sicht des Bundes, die haushälterische Nutzung der Arbeitszonen aus überkommunaler Sicht zu gewährleisten.
Im Kanton Thurgau ist im Richtplan die Einführung der Arbeitszonenbewirtschaftung festgehalten. Die Federführung hat das Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA), beigezogen werden ausserdem das Amt für Raumentwicklung (ARE TG), die Regionalplanungsgruppen und die Gemeinden. Der Regierungsrat hat das Konzept zur Arbeitszonenbewirtschaftung zur Kenntnis genommen und das AWA sowie das ARE TG beauftragt, dieses umzusetzen.
Das Konzept sieht vor, die Arbeitszonen haushälterisch und zweckmässig zu nutzen, die Bereithaltung von Flächen gemäss den Bedürfnissen der Wirtschaft zu unterstützen und damit die wirtschaftliche Entwicklung des Kantons zu stärken. Um diese Ziele zu erreichen, sind folgende Aktivitäten geplant: Führen einer Übersicht der Arbeitszonen und eines Flächenmonitorings; Unterstützung von Unternehmen bei der Suche nach Immobilien und Flächen; Unterstützung bei der Entwicklung von Flächen mit hohem wirtschaftlichem Potenzial; Einzonung von Arbeitszonen und Regelung und Vergabe von räumlich noch nicht festgelegten Flächenkontingenten.

Konzept Arbeitszonenbewirtschaftung [pdf, 429 KB]

Merkblatt Arbeitszonenbewirtschaftung [pdf, 419 KB]